kultursprünge e.V. changing city spaces

In den letzten Jahren haben europäische Filmschaffende Fragen von Migration und kultureller Vielfalt aufgegriffen. Sie haben ein eigenes Genre von 'road movies' entwickelt, die Europa durchqueren und ehemals entfernte Orte miteinander verknüpfen. Sie beschäftigen sich mit der wachsenden Bedeutung von Städten, denn dort sind die neuen Komplexitäten und Formen kultureller Begegnung und Transformation am stärksten ausgeprägt. Durch ihre filmischen Reisen haben sie den neuen inter-urbanen Nexus sichtbar gemacht, der Europa durchzieht und darüber hinausweist - von Berlin nach Istanbul, von London nach Mumbai, von Wien nach Belgrad. Ihre Filme fordern uns auf unterschiedliche Weise heraus, über die Möglichkeiten nachzudenken, die in den neuen Mobilitäten und kulturellen Begegnungen in Europa angelegt sind. Sie thematisieren aber auch Macht- und Herrschaftsverhältnisse sowie die Erfahrungen, die viele Menschen auf ihren Reisen nach und durch Europa machen, und verweisen somit auf die Unterschiede zwischen privilegierten und marginalisierten MigrantInnen.

Zentrales Anliegen dieses Projektes ist es, mit der künstlerischen Aufarbeitung dieser Entwicklungen die Horizonte der Europäischen Imagination zu erweitern und einen neuen Blick auf Berliner und andere urbane Realitäten zu ermöglichen. Die Filme sollen verdeutlichen, wie sehr Berlin und Europa inzwischen mit anderen Orten, Sprachen, Geschichten und Wahrnehmungsmustern verbunden sind, die über territoriale Identitäten hinausweisen. Europe in Motion ist daher ein Forum für ein neues, transnationales Filmschaffen. Die Filmreihe präsentiert:

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